Von unserem Partner-Kirchenkreis in Ruanda haben wir gehört, dass die Regierung in den letzten Wochen mehrere Kirchengebäude geschlossen hat, weil Vorgaben nicht eingehalten wurden. Dies betrifft nicht nur unseren Partner-Kirchenkreis, sondern insgesamt ca. 700 Kirchen und Gemeinden in ganz Ruanda. Die Regierung möchte bestimmte Standards einhalten – das fällt vielen Gemeinden aus finanziellen Gründen schwer. Zu diesen Standards gehört z.B., dass das Baumaterial haltbar sein muss, Türen und Fenster vorhanden sein müssen, elektrisches Licht, Sammelbehälter für Regenwasser, hygienische Toiletten, Parkplätze (in Städten), Lärmschutz, Außengelände von einer bestimmten Größe. Als ich im Februar 2017 in Ruanda war, habe ich etliche Gebäude gesehen, die sich noch im Bau befanden, bei denen das Außengelände noch angelegt wurde. Trotzdem fanden in den im Bau befindlichen Gebäuden bereits Gottesdienste und andere Veranstaltungen statt. In unserem Partnerkirchenkreis gibt es insgesamt 19 Kirchengebäude und 41 “Kapellen” (kleinere Gebäude von kleineren “Untergemeinden”). 10 der Kirchengebäude sind nun geschlossen und sogar 38 “Kapellen”. Die von den Schließungen betroffenen Menschen versuchen z.T., zum Gottesdienst in die noch bestehenden Kirchengebäude zu gehen – wenn der Weg nicht zu weit ist. Oft passen aber die vielen Menschen dann gar nicht in die Gebäude hinein. Gottesdienste außerhalb von Gebäuden sind allerdings in Ruanda nicht zulässig. Leider sind insbesondere in den ärmeren Dörfern die Räume geschlossen worden – also dort, wo die Menschen kaum das Geld aufbringen können, um die Auflagen der Regierung zu erfüllen. Deshalb bittet unsere Superintendentin Julia Holz darum, dass wir als Partner-Kirchenkreis Spenden sammeln, um die Gemeinden dort zu unterstützen! In der mlkg werden wir am 17. Juni sowie am 16. September im Gottesdienst diese Problematik vorstellen und die Kollekten speziell dafür einsammeln. In der Zeit zwischen diesen beiden Sonntagen werden jeweils 10 % der Klingelbeutel-Kollekte für unseren Partnerkirchenkreis eingesetzt werden. Der 16.9. wird im ganzen Kirchenkreis Hattingen-Witten als “Partnerschafts-Sonntag” gefeiert werden. Da ich im Juli und August wieder in Ruanda sein werde, kann ich an diesem Sonntag auch die neuesten Informationen vorstellen.
Die Gemeinden dort bitten zudem darum, dass wir für sie im Gebet eintreten – das Wissen, das wir an sie denken, für sie beten und sie nicht vergessen, ist für sie eine große Stütze und Kraftquelle!
Wer an weiteren Informationen interessiert ist oder jetzt schon spenden möchte, kann mich gerne ansprechen!
(Sabine Teuchert: Sabine.teuchert@web.de)

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