Ein neuer Wald für Witten: das tiny forest – Projekt auf dem Evangelischen Friedhof Pferdebachstraße.

Im Januar 2024 brachte die Leitung des Ev. Friedhofs an der Pferdebachstraße zusammen mit allen MItarbeitenden und Jolanda Schultz vom Fundraisingreferat des Kirchenkreises Hattingen-Witten ein ganz besonderes Projekt auf den Weg. Das klang damals so:

“Der Wandel der Bestattungskultur – weg von großen Familiengrabstätten und Reihengräbern hin zu Urnengräbern – sorgt dafür, dass auf dem Friedhof immer mehr Frei- und Überhangflächen entstehen. Damit diese Flächen nicht zu öden Brachflächen werden, plant der Gesamtverband Ev. Kirchengemeinden Witten im Frühjahr 2024 auf einer ca. 500 m² großen brachliegenden Friedhofsfläche die Pflanzung eines sogenannten „Tiny Forest“, oder Mikrowaldes.
Dieser Mikrowald, der nach der sogenannten Miyawaki-Methode gepflanzt wird, soll die Artenvielfalt auf dem Friedhof fördern, das Stadtklima verbessern, einen naturnahen Ort in der Innenstadt zum Verweilen anbieten, das Erscheinungsbild des Friedhofs verbessern und einen Beitrag gegen den Klimawandel leisten.
Die Pflanzung wird in Zusammenarbeit mit Kindergruppen aus Witten-Mitte und Witten-Heven durchgeführt, auch Jugendliche aus den Kirchengemeinden des Gesamtverbands sollen einbezogen werden. Mit der ökologischen Aufwertung des Friedhofs soll außerdem in der Öffentlichkeit auf den Klimawandel aufmerksam gemacht werden.
Bei diesem Projekt kann der Gesamtverband viel Eigenleistung einbringen, sowohl durch die Arbeiten der angestellten Friedhofs-mitarbeiter*innen als auch durch ehrenamtliches Engagement. Die verbliebenen Kosten des Projektes (Pflanzen und Baumsetzlinge, Bodenverbesserung, Schutzzaun etc.) werden allerdings nur zum Teil aus den finanziellen Mitteln des Gesamtverbands getragen werden können, für die Realisierung werden ergänzend Spenden und Fördermittel benötigt.”

Und im April konnten die Mitarbeitenden auf dem Friedhof, Ruth Sommerhoff, Joachim Utke und Manuel Lopez ein großes DANKESCHÖN loswerden. Das klang dann so:

“Hallo an alle fleißigen Helfer*innen, ein ganz großes DANKE an alle fleißigen Helfer, die bei sehr durchwachsenem Wetter, 1700 Setzlinge auf 500qm Fläche gepflanzt haben. Wir sind überwältigt und glücklich über Euer großartiges Engagement. Dank Euch waren es zwei sehr gelungen Pflanztage. Dieser Wald ist das Ergebnis von Helfern bei der Planung und Finanzmittelbeschaffung, vielen privaten finanziellen Spenden und einer Spende der Concordia Stiftung und Eurer tatkräftigen Unterstützung. So ist dieser Wald von Euch gepflanzt für Euch, eine großartige Gemeinschaftsaktion. Wir wünschen  den Pflanzen nun gutes Wachstum. Ihr seid herzlich eingeladen, den Wald zu besuchen.”

Wir freuen uns mit Euch!  Diese Aktion ist, nachdem der ambulante Hospizdienst seien trostvolle Arbeit dort aufgenommen hat, ein zweites großartiges Beispiel dafür, dass Friedhöfe auch Ort der Hoffnung sein können. 

 

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