Wenig Deutschrap, dafür viel Aufregung: So war das erste Treffen der SoulTeens!

Ganz schön aufgeregt bin ich. Sogar noch ein bisschen mehr als der Rest des SoulTeens-Teams. Es soll jetzt endlich losgehen. Hinter uns liegt eine sehr intensive Schultour durch fast alle Wittener Schulen. Wir haben einige witzige, schöne und spannende Begegnungen mit Jugendlichen gehabt und sie im persönlichen Kontakt eingeladen. Einige wollen zur ersten Probe kommen, andere sagen direkt, dass sie keine Lust haben. Wir fragen sie alle nach ihrer Musik und ihren Wünschen. Auf unserer Spotify-Playlist ist anschließend viel Deutschrap, der von Geld, Beziehungen und Ehre redet.

Das Kick-Off, die erste Probe der SoulTeens, beginnt in einer Stunde. Die erste Probe trägt diesen besonderen Namen, weil sie etwas Besonderes sein soll. Eine Mischung aus echtem Kennenlernen, Plan vorstellen, Spielen, Musik, Spaß und Gott. Aber lassen sich Jugendliche heute auf sowas ein? Ist unser Konzept wirklich so gut, wie wir glauben? Likes auf Instagram heißen lange nicht, dass Jugendliche auch hierher kommen. Egal, wie nett wir uns unterhalten haben. Auf dem Schulhof und später über Instagram.

Die Vorbereitungen sind fast abgeschlossen. Das „Roxi“, eine Kleinkunstbühne im Wiesenviertel, haben wir ein bisschen verschönert und den Ablauf haben wir nochmal besprochen. Auch hier halten wir den Kontakt mit den Jugendlichen: Unsere Vorbereitungen können sie über Instagram verfolgen. Das ist für uns ein bisschen seltsam, für die Jugendlichen aber authentisch.

Jetzt ist es aber nochmal Zeit ruhig zu werden. Wir reden als Team darüber, worüber wir uns freuen, und wovor wir Respekt haben. Und dann beten wir dafür, dass Gott unsere Anspannung und unsere Ängste nimmt und sie in etwas Positives verwandelt. Und dafür, dass er sich den Jugendlichen zeigt. Durch uns als Team und durch alles, was wir als Gesamtgruppe miteinander tun. Und dafür, dass Dinge schiefgehen, unperfekt sind und wir alle zusammen darüber lachen können.

Amen. Jetzt geht es los! Die Jugendlichen kommen. Nicht haufenweise, aber sie sind da. 12 Jugendliche haben sich einladen lassen. Davon sind 7 kirchenfern. Sie haben nichts (mehr) mit Kirche am Hut, aber haben Bock zu singen. Sie wurden von dem coolen Team und der Aussicht auf Musik und die Bühne gelockt.

Wir haben eine supergute Zeit. Das Team übernimmt unterschiedliche Aufgaben im Laufe des Abends. Es ist witzig, offen und familiär. Das kommt einerseits von dem schönen und ein bisschen intimen Raum, den das „Roxi“ uns bietet. Andererseits, weil das Team die Jugendlichen im Fokus hat und in seine Mitte nimmt.

Dann sind wir mit allem durch: Mitarbeitervorstellung, Spiele, Musik, Kennenlernen, Orgakram, mehr Musik und Impuls. Der Impuls ist einfach und trotzdem schaue ich in große Augen. Die gute Nachricht heute: Egal in welchen Rahmen du sonst passen musst, um dazuzugehören: Gott sieht dich und findet dich gut. Auch wenn du ihn noch nicht kennst. Und: SoulTeens ist ein Ort, an dem du den Rahmen setzt und dich ausprobieren kannst.

Jetzt ist Zeit für Hot Dogs und Gespräche. Zum Schluss wird sogar beim Aufräumen getanzt. Als wir als Team noch rüber in den „raum.“ gehen, um den Abend bei einem Bier ausklingen zu lassen, sind da zufriedene Gesichter. Das Team ist zufrieden und ich bin es auch. Da waren zwar noch keine 100 kirchenfernen Jugendliche, die gerne Deutschrap hören und uns und diesen Gott herausfordern wollen. Aber das kommt noch, da bin ich sicher.

Nach den Ferien geht es weiter. Dann kommen auch die, die noch auf Klassenfahrten sind und vielleicht – mit ein bisschen Zeit – auch die, die Deutschrap hören, uns und diesen Gott herausfordern wollen.

Wir freuen uns schon sehr darauf! Alle sind willkommen.

Bericht: Giulia Arnold

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