Vom 30. April bis 4. Mai 2025 fand der 39. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hannover statt – und Wir, die Jugend aus Witten-Mitte waren mit rund 20 Teilnehmenden mittendrin! Unter dem Motto „Mutig. Stark. Beherzt.“ erlebten wir fünf Tage voller Glaube, Gemeinschaft und Inspiration.

Anreise und Unterkunft
Unsere Reise begann am Mittwochmorgen mit dem Reisebus Richtung Hannover. Untergebracht waren wir zusammen mit anderen Teilnehmenden aus Westfahlen in einer Grundschule am Rande Hannovers, wo wir in Klassenzimmern übernachteten. Nach dem Frühstück machten wir uns täglich mit der Bahn auf den Weg in die Stadt oder zum Messegelände. In kleinen Gruppen erkundeten wir mindestens zu Dritt, das vielfältige Programm des Kirchentags.

Eröffnungsgottesdienst: „Bunt verbunden“
Der Kirchentag wurde am Mittwoch um 17 Uhr mit einem feierlichen Eröffnungsgottesdienst auf dem Platz der Menschenrechte vor dem Neuen Rathaus eröffnet. Unter dem Titel „Bunt verbunden“ feierten tausende Menschen gemeinsam einen Gottesdienst, der die Vielfalt und Einheit des Glaubens betonte. Die Predigten und musikalischen Beiträge machten das Motto „Mutig. Stark. Beherzt.“ erlebbar und riefen dazu auf, sich aktiv für eine gerechtere Welt einzusetzen.

Abend der Begegnung: Ein Fest der Vielfalt
Im Anschluss an den Gottesdienst verwandelte sich die Innenstadt Hannovers in ein großes Straßenfest – den traditionellen Abend der Begegnung. Auf zahlreichen Bühnen und an Ständen präsentierten sich Kirchengemeinden, Initiativen und Gruppen aus der Region. Es wurde gesungen, getanzt, gelacht und gegessen – ein lebendiges Miteinander, das die Vielfalt der Kirche sichtbar machte.

Bibelarbeiten und Podiumsdiskussionen
An den folgenden Tagen bot der Kirchentag ein umfangreiches Programm mit über 1.500 Veranstaltungen. Morgens nahmen viele von uns an Bibelarbeiten teil, die von prominenten Persönlichkeiten wie der EKD-Ratsvorsitzenden Kirsten Fehrs und der US-amerikanischen Bischöfin Mariann Edgar Budde geleitet wurden.

Die Podiumsdiskussionen behandelten aktuelle gesellschaftliche Themen wie Klimagerechtigkeit, Demokratie, Rassismus und den Umgang mit sexualisierter Gewalt in der Kirche. Hochkarätige Gäste wie Bundeskanzler Olaf Scholz, Angela Merkel, Ricarda Lang, Hubertus Heil und Luisa Neubauer diskutierten mit Teilnehmenden über Herausforderungen und Perspektiven unserer Zeit.

Musik, Kultur und Gemeinschaft
Neben den inhaltlichen Veranstaltungen gab es ein vielfältiges kulturelles Angebot: Konzerte von Künstlern wie Jupiter Jones, Bodo Wartke, Samuel Harfst, Judy Bailey,
und Gentleman, Theateraufführungen, Kunstausstellungen und das 74-stündige Dauersingen in der Christuskirche. Besonders das Zentrum Jugend auf dem Messegelände war ein Anziehungspunkt mit Workshops, Konzerten und interaktiven Angeboten für junge Menschen.

Abschlussgottesdienst: „Nichts kann uns trennen“
Am Sonntag versammelten sich rund 26.000 Menschen auf dem Platz der Menschenrechte zum Abschlussgottesdienst. Die Theologin Hanna Reichel predigte über Römer 8,31–39 und betonte, dass uns nichts von der Liebe Gottes trennen kann. Sie rief dazu auf, den Mut vom Kirchentag in den Alltag zu tragen und sich für eine gerechtere Welt einzusetzen. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von Bläserchören, einem Projektchor aus Oldenburg und dem Rapper UEberflow.

Ein unvergessliches Erlebnis
Der Kirchentag 2025 war für uns eine bereichernde Erfahrung. Wir kehrten zurück mit neuen Impulsen, gestärktem Glauben und der Gewissheit, Teil einer lebendigen und vielfältigen Gemeinschaft zu sein. Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Kirchentag! 2027 in Düsseldorf.