Unser Gemeindediakonin Ann-Sophie Vollmer berichtet von ihrer Begegnungsreise nach Ruanda, um dort drei Wochen lang in unserem Partnerkirchenkreis Leben und Glauben mit jungen Erwachsenen zu teilen.  Vielen Dank dafür, dass sie ihre Erfahrungen in einem Bericht mit uns teilt. 

Youth Camp in Ruanda (Jugendbegegnung)

Wir waren zwölf junge Erwachsene aus Deutschland und zwölf junge Erwachsene aus Ruanda und durften drei Wochen erfahren, was es bedeutet Partnerschaft zu leben. Wir haben gemeinsam gesungen, gebetet, haben Ausflüge gemacht, zusammen gelacht, voneinander gelernt und ein riesiges Abenteuer erlebt.

Anfang August ging unsere Reise los und nach dem langen Flug, einer Zwischenübernachtung in Kigali und einer vierstündigen Busfahrt durch die Hügel von Ruanda hatten wir unser Ziel erreicht: Gisenyi. Schon auf der Busfahrt haben wir so unfassbar viel erlebt – die Landschaft ist wunderschön und es spielt sich unfassbar viel am Straßenrand ab – Einkäufe werden transportiert, Arbeiter*innen machen Pausen, Tiere grasen, Wäsche wird zum Trocknen ausgelegt und und und.

Wir lernten nach und nach die Gruppe aus Ruanda kennen und erkundeten nicht nur Gisenyi und den Kivu-Lake in den nächsten Tagen, sondern auch die verschiedenen Gemeinden aus denen die Teilnehmenden aus Ruanda kommen. Die Gemeinden haben uns ganz unterschiedlich empfangen. Von riesigen Chor- und Tanzeinlagen bis hin zu einem Büro-Sit-in war alles dabei. Es war spannend zu sehen, wie Gemeinde in Ruanda gelebt wird. Bereits morgens um 7 Uhr sind die ersten Chöre in den Gemeinden am Proben und das geht weiter bis spät in den Abend.

Ich habe viel (kennen-) gelernt. Neben der Fähigkeit aus einem Keyboard Töne einer ganzen Band rauszuholen, habe ich Wörter und Lieder auf Kinyarwanda gelernt. Ich habe gelernt mich in Geduld zu üben und dass es einen Unterschied zwischen afrikanischer und europäischer Pünktlichkeit gibt. Bei Verabredungen und Termin haben alle sich einen Spaß daraus gemacht zu fragen: „african- or european-time?“. Ich habe gelernt wie man Zuckerrohr isst, wie Tee und Kaffee hergestellt werden und dass Musik eine Sprache ist, die wir alle sprechen.

Ich hatte eine wunderbare Zeit in Ruanda und nehme ganz viel daraus mit. Zum Beispiel, dass ein kleiner Regenschauer, wenn man etwas unternimmt, ein Segen von Gott ist.

In diesem Sinne: Imana iguhe umugisha – Gott sege dich!

 

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