Jedes Jahr sammelt die Superintendentin aus den Gemeinden des Kirchenkreis von den Gemeindeleitungen Jahresberichte für die Sommersynode ein. Seit mehreren Jahren machen wir das in Form einer TOP10-Liste von Ereignissen aus dem Gemeindeleben des vergangenen Jahres aus der Sicht des Presbyteriums. Zum ersten Mal veröffentlichen wir dieses Liste im Zusammenhang mit der Sommersynode 2023 des Kirchenkreises, weil wir in dem von uns veröffentlichen Bericht der Superintendentin dieses Jahr namentlich nicht vorkommen. Das bedeutet eben nicht, dass bei uns nichts Bedeutendes geschehen ist. Die Reihenfolge von TOP 1 bis 10 enthält keine Wertung der einzelnen Ereignisse. 

Die Top Ten der wichtigsten Ereignisse im Gemeindeleben in 2023 aus Sicht des Presbyteriums der Martin-Luther-Kirchengemeinde

TOP 1

 

Gut angekommen ist der GO:Generations-Gottesdienst unter dem Motto „Einer für alle – alle in einem“. Der Förderverein des Kindergartens backt regelmäßig Waffeln, von den Mitarbeitenden der KiTa wird ein Bastelangebot für die Kinder bis sechs vorbereitet und oft auch persönlich begleitet. Peter Unger bietet Lieder und Geschichten für ab 6 Jährige. In diesem Zusammenhang muss auch das feste im großen Saal des Martin-Luther-Zentrums neue installierte Kinderland Erwähnung finden, das sehr gut angenommen wird.

TOP 2

Im Kindergarten muss besonders das gute konstruktive und kreative Team hervorgehoben werden, das auch in der Lage ist längere Ausfallzeiten bis hin zur Leitung mit gemeinsamen Kräften aufzufangen. Betont wird die gute Zusammenarbeit mit Partnern wie der Stadt Witten, dem LWL und anderen öffentlichen Einrichtungen. Die Kommunikation zwischen Gemeinde und Kindergarten insbesondere auf der Leitungsebene im Presbyterium wird als positiv erfahren. Mit etwas Sorge und Unsicherheit wird auch der Ruhestand von KiTa-Leiterin Monika Buchmann in 2024 gesehen. Doch gute Lösungen sind in Sicht, die zu einer kontinuierlichen Weiterführung der guten Arbeit in der KiTa führen werden.

TOP 3

Das Weihnachtsprojekt ist nun im zweiten Jahr im Martin-Luther-Zentrum angekommen. Auch wenn immer wieder gut verständliche Stimmen zu hören sind, die eine Rückkehr in den Saalbau befürworten, empfindet die Gemeindeleitung die Anbindung der Weihnachtsangebote wieder an den Standort im Quartier als Gewinn. Das Angebot aus Weihnachtsgalerie am Donnerstag vor Heilig Abend, der Weihnachtsoase am Nachtmittag und die Weihnachtslounge in der Nacht am Heiligen Abend bilden eine gute Basis. Im Berichtsjahr wurden am Heiligen Abend zwei neue Formate ausprobiert. Am Morgen luden wir ein zu „Wir warten auf´s Christkind“. Es kamen ca 30 – 40 Kinder zusammen, um zu spielen, zu basteln, Geschichten zu hören und sich gemeinsam die Wartezeit zu vertreiben. Am späten Nachmittag luden wir ins mlkg-Weihnachtszimmer ein, um jenseits aller großen Festgottesdienste Menschen einzuladen, die sonst alleine geblieben wären. Es war ein sehr stimmungsvolles, intensives Erlebnis.

TOP 4

Im Zuge der Fusion bleibt die Standortsicherung des  Martin-Luther-Zentrums ein großes Thema, insbesondere das Team des Kindergartens befürchtet einen Verlust der Eigenständigkeit. Gemeindeleitung betont noch einmal die Solidarität mit unserer KiTa, die insbesondere gerade aufgrund ihrer Selbstständigkeit als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden muss. Es wird keinen Trägerwechsel in einen Verbund oder ähnlichen Zusammenschluss geben, solange wir noch eine eigenständige Gemeinde sind. Eine stabile personelle Besetzung, kurze Verwaltungs- und Entscheidungswege zusammen mit der Geschäftsführung und eine konzeptionelle Einbindung in das Gemeindeleben schaffen ein gutes Arbeits- und Lebensklima.  

TOP 5

Das mlkg-Querbeet-Meeting, unser neuer Gemeindetreff am Mittwochabend, das seit Ende 2023 seine Türen geöffnet hat, wird mit bis zu 20 Gästen sehr gut angenommen. Geplant ist auch ein Café Querbeet für Senionren als Erzählcafé zum Austausch und miteinander Teilen von Lebenserfahrungen. Hier ist besonders zu betonen, dass die Gemeindeschwester Ute Nachbar mit Erfolg begonnen hat, am Netz der Gemeinde zu knüpfen und gute Grundlagen zu legen für eine erfolgversprechende Aufbauarbeit gerade auch im über Jahre vernachlässigten Senioren- und Seelsorgebereich.

TOP 6

Die Fusion im Ganzen bleibt eine problematische Angelegenheit. Wir nehmen einige guter Impulse und Projekte zur Kenntnis wie z.B. im Bereich der Jugendarbeit, die sich schon über gemeinsame Freizeiten (Konfi-Camp) und Aktionen (Konfi-Ball und Teamer in Mitte (TiM) und einem gemeinsamen Jugendausschuss wesentlich mehr als Witten-Mitte verstehen als die übrigen Gemeindebereiche. Hier erleben wir eine Zusammenarbeit mit eher spartanischer Kooperationsbereitschaft. Der Prozess bleibt insgesamt zögerlich und die Vorfreude scheint eher gebremst. Uns begegnen verständliche Sichtweisen, die mit „Zwangsehe“ und dem „Mutig gemeinsam kleiner werden!“ umschrieben werden können. Perspektiven, in denen wir sehen, dass wir das, was sich einer alleine nicht mehr leisten kann, zusammen schultern können, und uns gegenseitig bereichern und gemeinsam stärken und tragen erscheinen uns nicht sonderlich stark ausgebildet.  Positiv wird gesehen, dass es in 2024 eine gemeinsamen Einführung der neuen Presbyterien geben wird und voraussichtlich einen monatlichen gemeinsamen Gottesdienst.

TOP 7

Eine Herausforderung ist im Rahmen der Fusion ist auch die Stärkung der Präsenz des Martin-Luther-Zentrums im Gemeindeumland des Quartiers. Hier hat es auf Initiative unserer neuen Gemeindeschwester Ute Nachbar zwei öffentlichkeitswirksame Postaktionen zu Ostern und zu Weihnachten gegeben. Auch die Planung und Durchführung des 1. Wartburgfestes im Juni 2024 anlässlich des 50. Geburtstages der Kinderarche gehört hierzu. Aber die Zusammenarbeit mit anderen im Quartier tätigen Organisationen wie sie sich z.B. am Runden Tisch Annen zusammenfinden, bleibt eine Herausforderung. Besonders zu betonen ist die Notwendigkeit der Einrichtung eines Fördervereins für das Martin-Luther-Zentrum, das auch über die Fusion hinaus einen Standort substanziell sichern kann. Das bleibt zeitnah eine zu erledigende Aufgaben. Die Grundlagen dazu liegen mit dem Konzept des mlkg-gabengeben-Programms vor.

TOP 8

Der Teenstag, unser halboffener Jugendnachmittag mit der integrierten Möglichkeit sich taufen und konfirmieren zu lassen, bleibt weiterhin ein Jugendliche ansprechendes Angebot. Das merkt man z.B. daran, dass es eher zu Protest als zu Erleichterung kommt, wenn der Teenstag mal ausfallen muss. Allerdings ist die  Mitarbeitersituation auch ein Baustelle, so dass es zwar ein Team mit treuen, begeisterten und engagierten Mitgliedern gibt, aber es angesichts des umfassenden Angebotes des Teenstages schon noch ein paar Menschen mehr sein können. Als guter und wichtiger Baustein der Kinder-und Jugendarbeit ist hier auch noch die Kinder- und Jugendfreizeit im Sommer in Nütterden zu nennen. Auch hier ist der Generationenwechsel in der Leitung als gelungen zu bezeichnen. Gemeindediakonin Ann-Sophie Vollmer macht hier insgesamt einen guten Job.

TOP 9

Das Team der Hauptamtlichen in der Gemeinde ist seit 2023 ge- und verstärkt durch Gemeindediakonin Ann-Sophie Vollmer und Gemeindeschwester Ute Nachbar. Es hat sich gut auf den Weg gemacht und erlebt sich als eine Gemeinschaft des gegenseitigen Tragens, Austauschens, Vertretens und Planens. Diese gute Zusammenarbeit setzt sich auch im Bereich der  Gemeindeleitung fort. Auch hier erleben wir ein gutes gemeinsames Auftreten. Es herrscht eine gute Kommunikation untereinander, so dass alle immer wissen, was passiert. Unsere neue Verwaltungskraft Jeannine Dambietz fügt sich persönlich, konstruktiv und fachkompetent in das Team ein.

TOP 10

Ein wichtiger Baustein in der Öffentlichkeitsarbeit ist der mlkgXpress geworden, der als wöchentlicher Newsletter mit der Gestaltung der website mlkg.de verknüpft ist. Es kommen sowohl Infos aus dem eigenen Gemeindeleben vor als auch immer wieder der Blick über die Zäune der Gemeindegrenzen hinweg zu den Angeboten aus dem kirchlichen und kommunalen Wittener Innenleben. Einzig dass die Gemeindemitglieder noch lernen müssen, durch Teilen und Weitergabe die Abonnentenzahlen zu erhöhen, scheint eine Herausforderung zu sein. Und doch ist auch hier dankbarerweise ein Anstieg der Abonnentenzahlen zu beobachten

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