Liebe Gemeindemitglieder, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

wie soll Martin Luther doch so schön gesagt haben: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders!“ Dem halte ich entgegen: „Doch, ich kann auch anders, ich gehe jetzt!“ Denn ich weiß – und es ist amtlich: Dies ist das letzte Reformationsfest, das ich als Pfarrer der Martin-Luther-Kirchengemeinde mit Ihnen erleben werde. Mit Ablauf des 31. Dezember 2026 endet mein aktiver Dienst als Gemeindepfarrer. Nach mehr als drei Jahrzehnten hier in der Martin-Luther-Kirchengemeinde beginnt für mich ein neuer Lebensabschnitt: der Ruhestand. 

Im Frühjahr 1994 betrat ich zum ersten Mal unsere Kirche und wusste sofort: Wir werden zusammen alt. Im Dezember 1994 wurde ich zum Pfarrer der damaligen zweiten Pfarrstelle unserer Gemeinde gewählt, zog ins Pfarrhaus an der Schellingstraße und trat am 1. März 1995 meinen Dienst an. Seitdem hat sich unglaublich viel verändert – in meinem Leben, in unserer Gemeinde, in unserer Kirche und in unserer Gesellschaft. Was mich durch all diese Veränderungen hindurch getragen hat, war die Überzeugung, dass Gott mit uns an diesem Ort etwas Besonderes vorhatte. Und das trägt mich bis heute.

Ein Stein des Anstoßes

Und ja, wir waren und sind etwas Besonderes, ein Stein des Anstoßes in der kirchlichen Landschaft Wittens und darüber hinaus. Wir haben den Talar ausgezogen. Wir haben eine Kanzel und einen Taufstein weggehämmert und der Konfirmandenunterricht wurde zum Teenstag. Wir haben den Standort an der Schellingstraße mit Pfarrhaus und
Gemeindehaus aufgegeben und uns auf das Martin-Luther-Zentrum konzentriert. Ende der 90er Jahre haben wir entschieden, dass nach dem Weggang unseres letzten hauptamtlichen Kirchenmusikers Gerhard Kroll („Grüße!“) die Musik in unseren Gottesdiensten und im Gemeindeleben ehrenamtlich  geschehen soll. Und wir fanden talentierte und vor allem engagierte Menschen, die uns seitdem musikalisch begleitet haben. Von da an haben wir Bassverstärker, Mischpulte und Instrumente auf unseren Jugendfreizeiten durch halb Europa geschleppt, auf den unterschiedlichsten Bühnen in Witten mit vielen begeisterten Musiker*innen gespielt und mit dem mlkg-Sound die musikalische Landschaft bereichert. Diese dauerhafte Veränderung unserer Klangfarbe führte allerdings auch dazu, dass unsere Orgel immer seltener gespielt wurde. Schließ-lich wurde sie verkauft und abgebaut, 23 Kilometer nördlich von Mailand im  Seitenschiff einer Kathedrale wieder aufgebaut – und darf dort heute wieder so klingen, wie sie es wohl immer wollte. Darüber berichtete sogar der WDR in einem eigenen Beitrag.

Vor einigen Jahren haben wir dann noch die Hälfte der „gemütlichsten Kirchenbänke der Welt“, wie ich sie immer genannt habe, gegen Stühle aus der Christuskirche an der Sandstraße ausgetauscht, um auch in unserem Kirchenraum flexibler und spontaner agieren zu können. Diese Kirchenbänke stehen heute in einer Gemeinde in der Ukraine und bieten dort Menschen ihren Platz an, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Mailand, die Ukraine – und wer weiß, wo wir sonst noch unsere Spuren hinterlassen haben.

Wir gehören halt doch zu einer weltweiten christlichen Gemeinschaft – auch hier in unserem schönen Witten am südlichen Rand des Ruhrgebiets.

All diese Veränderungen stehen auch für die schmerzhaften Abschiede, die uns zugemutet wurden oder die wir einander zugemutet haben. Wir waren und sind streitbar. An uns scheiden sich die Geister. Am besten waren wir immer, wenn wir all diese Dinge nicht aus Protest, Eigensucht oder Abgrenzung taten, sondern mit einer im Evangelium gut begründeten Absicht. Bis zuletzt waren wir die einzige Gemeinde, die ihre KiTa nicht in einen Verbund gegeben hatte, weil wir der Überzeugung waren, dass die Arbeit dort unauflöslich zum Gemeindeleben dazugehört. Und hierhin gehört ein ganz großes Dankeschön an die tollen Teams und Leitungen, die diese gemeindenahe Arbeit in der  Kinderarche gewährleistet haben. Stellvertretend seien hier die Leitungen in den von mir zu überblicken-den Jahren genannt: Dorothea Wildraut, Monika Buchmann, Stefanie Windman und Stefan di Michele. Sie haben sich mit zig mutigen Mitarbeitenden dem Abenteuer gestellt, Kinder in Zeiten, die nie einfach waren und auch nie einfach wurden, ins Leben zu begleiten. Ihnen gebührt mein ganzer Respekt dafür, dass sie immer mehr als nur ihre Zeit investiert haben – nämlich auch Herz, Sinn und Verstand.

Grenzgänger und neue Traditionen

Wir sind immer Grenzgänger gewesen. 1913 schon gedacht als Gemeinde in Witten, die die Gnadengaben der Reformation hochhalten soll. Umgesetzt haben wir sie dann gerne im Sinne des Bonmots, das Papst Johannes XXIII. zugeschrieben wird: „Ich liebe Traditionen so sehr, dass ich gerne neue schaffe.“ Also haben wir begonnen, nicht mehr aus einem Gesangbuch zu singen, sondern die Texte mit einem Projektor an die Wand zu werfen. Mein ehemaliger Kollege Jürgen Kroll bezeichnete uns immer als  Durchlauferhitzer für die Menschen, die kommen, sich durch Jesus Christus herausfordern ließen und auch guten Gewissens wieder gehen dürfen. Ich hatte eher das Bild des berühmten gallischen Dorfes, das sich gerne mal um den Fisch prügelt, aber, wenn’s drauf ankommt, schlagkräftig in einer Staubwolke das Dorf verlässt, um den Römern oder wem auch immer eins auf den Helm zu geben. Wir sind in den Saalbau gegangen als Weihnachtsgeschenk an die Stadt. Peter Unger, unser langjähriger Gemeindediakon, gründete das Marionettentheater Zappelbude, mit dem er kreativ, frech, fromm und frei biblische Geschichten neu erzählte. Und das ist nur ein Beispiel für seinen und
unseren Einfallsreichtum. 

Wir haben all die üblichen gottesdienstlich-kirchlich-liturgischen Formate wie Konfirmationen, Trauungen, Taufen und Trauerfeiern für uns neu erfunden. Das war beileibe nicht für alle was, und oft genug durften wir hören: Das ist doch kein Gottesdienst mehr und schon gar keine Kirche. Und genauso häufig durften wir hören: So soll Kirche sein, damit ich mich zu Hause fühlen kann. Hier wird meine Sprache gesprochen, sodass ich verstehe, worum es geht. Wir sind ungewöhnliche Wege gegangen, heraus aus der Komfortzone des
heimischen Martin-Luther-Zentrums, zum Beispiel ins „Maschinchen Buntes“, unsere kleine Kulturkneipe an der Ecke. Dort feierten wir ganz neu und passend zum Ort unsere Kneipengottesdienste, erfanden „Kino & Kirche“ in Zusammenarbeit mit dem Kulturforum Witten oder „lesen & loben“ mit der Buchhandlung Lehmkul.

Den Herausforderungen in der Corona-Zeit mit modernen digitalen gottesdienstlichen Angeboten haben wir uns zeitnah gestellt, sodass unser YouTube-Kanal bis heute mit aktuellen Videos bestückt werden kann. Zuletzt mit unseren GO:Talk-Gottesdienst-Playlists. Bei aller Wertschätzung für all die ehrenamtlich Tätigen in der Kirche habe
ich in dieser Zeit gelernt, wie notwendig Hauptamtlichkeit in unserer Kirche ist. Deshalb gehört hierhin – stellvertretend für alle hauptamtlich tätigen Menschen, die in unserer Gemeinde aktiv gewesen sind – der Dank an Gemeindediakonin Ann-Sophie Vollmer, Gemeindeschwester Ute Nachbar, Pastor Torben Schmidt und Gemeindemanagerin Annika Schüler, die in den letzten Jahren mit hohem persönlichem Einsatz und Engagement mit uns unterwegs gewesen sind. 

Sterne und Spuren

Wir wirkten oft wie ein Experimentierlabor, in dem wir mit unserem kleinen Gemeindeaufbaukasten herumgespielt haben, ohne zu wissen, ob und was funktionieren würde. So manches ist uns um die Ohren geflogen. Aber bei so manchem Feuerwerk haben wir staunend danebengestanden und in den von Gott geöffneten Himmel geschaut, an dem ganz neue Sterne aufzugehen schienen. Und einige dieser Sterne finden sich auch in unserem Kirchraum auf einer Gedenktafel unter der Überschrift „Ein Stern, der Deinen Namen trägt!“. Sie erinnert daran, dass wir vor mittlerweile vielen Jahren mit großem Erfolg und großem Aufwand all unsere Leuchtmittel in der Kirchendecke auf LED umgestellt haben, von denen bis heute keines aus-gefallen ist. Sie leuchten für all die Ehrenamtlichen, die zu ihrer Zeit mit ihren Gaben und Möglichkeiten ihre Spuren in der Geschichte unserer Gemeinde hinterlassen haben. Einige sind weitergezogen, einige sind geblieben – wie es nun mal im Reich Gottes so üblich ist.
Menschen gehören zu einer Gemeinde, aber sie gehören ihr nicht.

Hier müsste noch die Rede sein von all den erlebnisreichen Freizeiten in ganz Europa, von Norwegen bis Südfrankreich, dessen inoffizieller Mittelpunkt natürlich Nütterden war und ist, von den bunten, fantasievollen und wundervoll inszenierten Kinderbibelwochenenden und … und … und … Bitte vervollständigen Sie dieses Bilderalbum mit eigenen Erinnerungen.

Auch dass ich für den einen oder die andere nicht der Pfarrer war bzw. geworden bin, den sie sich gewünscht und erhofft hatten, ist mir bewusst. Daher war ich dankbar dafür, dass die Weite unseres Gemeindeherzens oft größer war als die engen Grenzen, die wir uns selbst gesetzt haben. Ebenso dankbar bin ich dafür, dass ich mich in meinen persönlichen Lebensbrüchen getragen wissen durfte. Das war mir bis zuletzt ein großer Segen.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends haben wir im Presbyterium eine Geschäftsführung mit entsprechender Geschäftsordnung aus der Taufe gehoben. Sie half uns dabei, dass unsere Sitzungen nicht mehr regelmäßig nach Mitternacht endeten. Sie bewahrte uns vor den erfahrenen Gremienfüchsen, die natürlich genau wussten, dass man die wichtigen Themen am besten dort platzierte, wenn alle anderen schon kurz vor dem Land der Träume standen. Auch wurden wir zwischen den Sitzungsterminen schneller, flexibler und handlungsfähiger. 

Dies ist der Ort, an dem ich an all die haupt-, neben- und ehrenamtlich Mitarbeitenden in den vielen Dienstrunden, Leitungsgremien und Mitarbeiterkreisen denke, in denen wir uns immer wieder ertragen, vertragen und  getragen haben. Stellvertretend für all die tapferen und engagierten Menschen, die bei uns in der Gemeindeleitung Verantwortung übernommen haben, möchte ich mich bei dem aktuell amtierenden Presbyter*innen  Katrin Wildraut, Julia Schaufler, Niklas Stratmann, Jonathan Schulz, Lars Kockkämper und Sascha Janke bedanken. Sie haben mit dazu beigetragen, dass sich unser Gemeindeschiff durch  viele Untiefen bewegt hat und nie auf Grund gelaufen oder anderweitig
havariert ist. Sie haben jetzt die herausfordernde Aufgabe übernommen, den Weg in die neue gemeinsame Kirchengemeinde Witten-Mitte zu ebnen. 
Und mein ganz persönlicher Dank gilt den Superintendent*innen Ernst Voswinkel, Ingo Neserke und Julia Holtz, die wohlwollend einen Narren an uns gefressen hatten – und Narren durften wir ja immer sein. Auch in der kreiskirchlichen Verwaltung und auf landeskirchlicher Ebene haben wir zur rechten Zeit Menschen gefunden, die mit uns die tanzenden Esel wieder vom Eis holten, denen zu wohl geworden war. Ich lernte immer wieder neu: Miteinander bringt immer mehr als Gegeneinander!

Was bleibt 

Vielleicht passt deshalb gerade der Reformationstag so gut zu diesem Brief. Reformation erinnert mich daran, dass unsere Sicherheit als Kirche nicht in Gebäuden,  Gemeindegrenzen, Stellenplänen oder vertrauten Strukturen liegt. Sie liegt bei Jesus Christus. Und vielleicht dürfen wir gerade deshalb bewahren, was uns kostbar ist, verändern, was sich verändern muss – und manchmal auch loslassen, was nicht bleiben kann. Es war diese Darstellung eines schwebenden Jesus, in dem sich der gekreuzigte, auferstandene, aufgefahrene und segnende Christus auf unvergleichliche Art und Weise zeigte, die mich immer wieder tröstend, ermutigend und begeisternd begleitete. Die Jahreslosung dieses Jahres 2026 sagt es noch viel größer: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5). Dabei gefällt mir besonders,
dass dort eben nicht steht, wir oder ich müssten alles neu machen. Es liegt in Gottes Hand. 

Seit Jahrzehnten begleitet uns der Satz sichtbar in unserem Kirchraum:
„Wir wollen, dass viele Menschen auf kreative Weise der Liebe Gottes in Jesus Christus begegnen.“

Ein solcher Satz lebt allerdings nicht davon, dass er an der Wand steht. Er lebt von Menschen, die sich von ihm in Anspruch nehmen lassen und ihn leben.Das wünsche ich mir auch für die Zukunft des Martin-Luther-Zentrums. Denn all diese von mir zusammengetragenen Erinnerungen verbinden sich nicht nur mit meiner Person, sondern auch mit der Geschichte unserer Gemeinde. 

Auch ihr steht ein bedeutender Abschied ins Haus: Zum 1. Januar 2027 schließen sich die Evangelisch-Lutherische Martin-Luther-Kirchengemeinde und die  Ev.-luth- Johanniskirchengemeinde zur neuen Evangelischen Kirchengemeinde Witten-Mitte zusammen. Damit endet die Martin-Luther-Kirchengemeinde nach vielen Jahren als selbständige Kirchengemeinde. So viel Abschied und Veränderung muss erst einmal verkraftet werden. Aber eines möchte ich Ihnen sehr deutlich sagen, und das ist erst einmal das Wichtigste: Jesus Christus bleibt derselbe gestern, heute, morgen und in Ewigkeit! Und dann dürfen wir uns natürlich auch darüber freuen, dass das Martin-Luther-Zentrum Predigt- und Gemeindestätte der neuen Kirchengemeinde und damit ein kirchlicher Ort mitten in unserem Quartier bleiben wird. Hier sollen weiterhin Menschen auf kreative Weise der Liebe Gottes in Jesus Christus begegnen können. Hier soll weiterhin Leben sein. Und genau dabei kommt es auf Menschen an. Denn ein Gebäude wird nicht dadurch zu einem lebendigen Gemeindezentrum, dass ein entsprechendes Schild an der Tür hängt.

Es lebt, wenn Menschen hineingehen. Wenn sie Ideen mitbringen. Wenn sie Zeit verschenken. Wenn sie Verantwortung übernehmen. Wenn sie beten, feiern, Musik machen, Tische stellen, Technik bedienen, Kuchen backen, mit Kindern arbeiten, Menschen besuchen, zuhören oder einfach da sind. Neues wagen Und das gilt natürlich auch für die neue Evangelische Kirchengemeinde Witten-Mitte. Es gilt jetzt, all die Schätze gemeinsam zu heben, die hier zusammengetragen werden, die entstehenden Synergieeffekte zu entdecken und sich überraschen zu lassen von dem, was Gott in Jesus Christus in der Kraft des Heiligen Geistes an Gaben und Möglichkeiten zusammenführen wird. 
Konzentrieren wir uns mehr auf die Chancen, die genutzt werden können, als auf die möglichen Krisen, die gemanagt werden wollen.

Wir hatten dann noch eine, wie ich finde, gute Idee: Damit dieses Leben am Martin-Luther-Zentrum in den Prozessen des Zusammenwachsens  und der Neuorientierung weitergeführt werden kann, gibt es den Förderverein der MLKG Witten e.V. Der Verein will das kirchliche, kulturelle und gemeinschaftliche Leben rund um das Martin-Luther-Zentrum fördern und unterstützen. Diesem Brief liegt ein Flyer unseres Fördervereins als Information bei. Alles andere findet sich unter www.mlkg-witten.de . Werden Sie einfach Mitglied oder unterstützen Sie uns mit Gebet, Gaben und natürlich nicht zuletzt Geld, damit das Leben hier im Martin-Luther-Zentrum weiter blüht, wächst und gedeiht. Oder einfach QR-Code einscannen:

Natürlich schließt das eine das andere nicht aus: Sie können sich in der neuen Kirchengemeinde engagieren und zugleich im Förderverein mitmachen. Mein persönlicher Wunsch ist es, dass Sie diesem Ort verbunden bleiben: als Sympathisant, Freundin, ferner wohlwollender Beobachter, kritische Begleiterin, aktives Mitglied der neuen Kirchengemeinde Witten-Mitte oder eben im Förderverein. www.mlkg-witten.de Unsere Türen stehen online immer für Sie offen.

Und bevor wir uns nun allzu feierlich voneinander verabschieden, möchte ich  noch etwas tun, was mindestens ebenso zu dieser Gemeinde und zu mir gehört: Ich möchte mit Ihnen feiern: Am 21. November 2026 ab 18:00 Uhr möchte ich Sie herzlich zu einem großen Fest ins Martin-Luther-Zentrum einladen unter der Überschrift: „That’s Life“ – Ein Abend zum Lächeln und Winken.„Begleiten Sie mich auf dem Weg in den Ruhestand und die Martin-Luther-Kirchengemeinde zu neuen Ufern ins verheißene Land der
Ev. Kirchengemeinde Witten-Mitte.“ Ich nenne es nicht Verabschiedung, weil es keine ist. Ich bleibe in Witten wohnen, und wir werden uns sicherlich an der einen oder anderen  Ecke in die Arme oder über den Weg laufen oder aber rechtzeitig die Straßenseite wechseln – je nach Gefühlslage. Es wird keine persönlichen Einladungen geben. Wer sich eingeladen fühlt, sollte dabei sein. Kommen Sie mit den Menschen, von denen Sie denken: die gehören an diesem Abend dazu. Sie können uns aber ein wenig bei der
Planung des Abends helfen, indem Sie sich hier anmelden: Deshalb gibt es hier eine Anmeldung: https://app.laxxo.de/anmeldung/fbp6ri
Oder einfach den QR-Code einscannen:

Um 18:30 Uhr kommt es dann unter Mitwirkung der Superintendentin Julia Holtz zur sogenannten „Entpflichtung“ unter dem Motto: „Ab jetzt muss nix mehr, aber alles kann!“
Danach gibt’s lecker Essen, und dann darf zur Musik der Jazz-Fazz-Bigband aus Hemer/Iserlohn gegessen, erzählt, gelacht und vor allem getanzt und gefeiert werden.
Und weil Sie mich inzwischen kennen, sage ich vorsichtshalber auch, was es nicht geben wird, so ich es verhindern kann: keine endlosen Grußworte, keine mehrstündige Bilderschau mit 12.954 Fotos aus 32 Dienstjahren und natürlich auch keine – wenn auch noch so liebevoll vorbereiteten – Abschiedsspielchen. Und noch eine Bitte: Wer darüber nachdenkt, mir zu meinem Abschied etwas zu schenken, darf darauf sehr gerne verzichten. Ich würde mich viel mehr freuen, wenn daraus etwas für die Zukunft dieses Ortes wird.  Darum sammeln wir an diesem Abend Spenden für den Förderverein der MLKG Witten e.V. und damit für das Leben am Martin-Luther-Zentrum. Danke
Also dann werden wir etwas sentimental: danke für Ihr und Euer Vertrauen. danke für Ihre und Eure Geduld mit mir und danke für die Weggemeinschaft. Danke für unzählige Begegnungen, die ich in Herz, Sinn und Verstand mitnehmen werde. Gott behüte Sie. Gott segne die neue Gemeinde, das Martin-Luther-Zentrum und all das Neue, das wir heute vielleicht noch gar nicht sehen können. Denn dies gilt: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“

Gott befohlen und in Jesus mit Ihnen verbunden

Ihr Pfr. Dirk Schuklat

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